Mein erster Arbeitstag

mein erster Arbeitstag - Sutter LOCAL MEDIA

Es ist jetzt schon über zwei Jahre her, aber mir kommt es manchmal vor als hätte ich erst gestern meine Ausbildung bei der Sutter Telefonbuchverlag GmbH begonnen. Denn an meinen ersten Tag kann ich mich noch besonders gut erinnern. Wir hatten bereits im Juli einen kleinen Kennenlerntag, um unsere Mitazubis und das Verlagsgebäude vorab schon einmal kennenzulernen. Trotzdem war ich wirklich aufgeregt und konnte kaum schlafen in der Nacht, da mir tausend Fragen durch den Kopf geschossen sind: „Wie werden die anderen Kollegen sein? Was, wenn ich Fragen nicht beantworten kann oder etwas nicht weiß? Was, wenn ich etwas falsch mache? Und was soll ich bloß anziehen?“. All diese Fragen machten mich ganz schön nervös.

Bei meiner Ankunft konnte ich allerdings feststellen, dass es allen Neulingen so ging. Etwas verhalten warteten wir darauf, dass uns jemand in Empfang nahm. Kleiner Tipp: Ein Gespräch zu eröffnen und mit den anderen Neulingen über die gemeinsame Nervosität zu reden, hilft sehr dabei die Aufregung zu bewältigen. Auch ich konnte damals feststellen, dass es mich sehr beruhigte als die Anderen mir gestanden, dass sie auch ein wenig aufgeregt waren. Als wir dann anfingen uns zu unterhalten, merkte ich gleich wie toll unser Ausbildungsjahr zusammen passte.

 

Eine Auszubildende aus dem Jahr über uns holte uns dann ab und brachte uns dann in den Veranstaltungsraum. Als unsere Ausbilderin dann das Wort „Vorstellungsrunde“ sagte, stand mir bereits der Schweiß auf der Stirn. „Muss ich jetzt vor allen über mich reden?“ Bei dem Gedanken, dass gleich alle Augen auf mich gerichtet sein würden, stieg meine Nervosität mal wieder. Dann begann aber ein Auszubildender aus dem zweiten Lehrjahr sich vorzustellen und ich merkte, dass meine Befürchtungen eigentlich überflüssig waren. Die Runde war sehr locker, sympathisch und auch witzig.  Als ich endlich an der Reihe war, hatte ich gar kein Problem mehr damit etwas über mich zu erzählen. Mit einigen Spielen und einer Pizza am Ende des Tages, war der Kennenlerntag echt super um sich richtig einzufinden und sich ein Bild von dem Unternehmen und den Mitarbeitern zu machen. So war dann auch die Frage nach einem richtigen Outfit geklärt, nämlich sportlich-chic. Wenn es bei dir im Unternehmen keine Kleidervorschrift gibt, kannst du dich am besten immer am Stil der Mitarbeiter orientieren.

 

Mein erster richtiger Arbeitstag startete dann im August. Nach einer Einführungswoche, in der uns noch einmal wichtige Einzelheiten rund um unsere Ausbildung erklärt wurden, wie zum Beispiel unser Gleitzeit-System oder die Vorgaben für das Führen eines Berichtshefts, begann ich in meiner Startabteilung, dem Agenturverkauf. Meine Ausbilderin in dieser Abteilung nahm mich herzlich in Empfang und zeigte mir erst einmal meinen Arbeitsplatz. Wirklich nervös war ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Da ich das Unternehmen mittlerweile schon kannte und unter den anderen Auszubildenden bereits Freunde gefunden hatte. Allerdings war ich damals noch ziemlich schüchtern. Diese Schüchternheit wurde mir aber von meiner Ausbilderin genommen. Sie erklärte mir erstmal was der Sutter Telefonbuchverlag eigentlich so genau macht und wie ein Arbeitsprozess im Verlag aussehen kann. ÖTB, TB, und GS? Oh nein, ich hatte keine Ahnung wovon die Rede war. Also habe ich einfach mutig nachgefragt. Meine Ausbilderin musste lachen als sie die Fragezeichen in meinem Gesicht sah und entschuldigte sich, weil ich manche Sachen gar nicht wissen konnte. ÖTB, TB und GS, erklärte sie mir, sind einfach nur die Abkürzungen für unsere Produkte: Das Örtliche, Das Telefonbuch und die Gelben Seiten.

 

Dann musste auch ich lachen, weil ich mir so Gedanken darüber gemacht hatte, ob es okay war nachzufragen oder ob ich das eigentlich wissen sollte. Eins habe ich dabei direkt gelernt: Fragen zu stellen ist wichtig und wenn man etwas nicht weiß, ist das wirklich kein Beinbruch, denn eine Ausbildung ist da um etwas zu lernen. Lieber einmal mehr fragen, als sich drei Jahre lang zu wundern, wovon eigentlich alle Mitarbeiter reden wenn sie TB oder GS sagen.

 

Was mir damals auch wirklich geholfen hat, waren Notizen. Es klingt vielleicht im ersten Moment albern, sich alles aufzuschreiben, was man erklärt bekommt, aber diese Notizen halfen mir nicht nur dabei noch einmal nachzuvollziehen, was mir erzählt wurde, sondern waren auch eine super Grundlage für meine Berichtshefte.

 

Als das Einführungsgespräch mit meiner Ausbilderin beendet war, bekam ich schon meine ersten eigenen Aufgaben. Auftragsbestätigungen verfassen und versenden. Hier konnte ich ebenfalls jederzeit Fragen stellen und war froh, dass ich immer einen Ansprechpartner hatte. Sobald ich mit meinen Aufgaben fertig war, fragte ich nach neuen. Das ist sehr wichtig, denn dein Ausbilder kann nicht wissen, wann du fertig bist oder wie viel Zeit du noch benötigst. Manchmal hatte ich etwas Angst, dass es meine Ausbilderin vielleicht nerven könnte, wenn ich ständig nach neuen Aufgaben fragte, aber das war absolut nicht der Fall! Und es gibt nichts Schlimmeres als einfach nur auf seinem Platz zu sitzen und darauf zu warten, dass man Beschäftigung bekommt. In der Ausbildung wird von jedem Auszubildenden Eigeninitiative erwartet.

 

Am Ende meines ersten richtigen Arbeitstages, war ich vor allem überrascht wie schnell dieser vorbei ging. Ich habe  in so kurzer Zeit so viel Neues gelernt und meine Aufregung legte sich nach den ersten Gesprächen mit Mitarbeitern und anderen Azubis. Alle Fragen, die mich um meinen Schlaf gebracht hatten, waren sehr schnell geklärt und heute weiß ich: Ich kann immer Fragen stellen, wenn ich etwas nicht weiß, ist das kein Problem und sich Notizen zu machen hilft mir weiter. Ich fühle mich sehr wohl hier im Sutter Telefonbuchverlag, komme gut mit den Kollegen zurecht, habe neue Freunde gefunden und bin lang nicht mehr so schüchtern wie ich es einmal war.

 

Mach dir nicht zu viele Gedanken und hab keine Angst davor mit den neuen Kollegen zu reden, denn auch sie hatten mal ihren ersten Arbeitstag. Dann kannst du den ersten Arbeitstag ohne Nervosität genießen.